Montag, 16. Juni 2008

Junuary

Warum der Juni in Vancouver heuer Junuary genannt wird? Ganz einfach, weil's verdammt kalt ist! Kein Wunder, dass die Kanadier nichts vom Energiesparen verstehen. Wozu auch? Von der Klimaerwärmung merkt ma do nix. Habs heute aber trotzdem gewagt den Innenteil meiner Winterjacke herauszuzippen. Bisher hab ich es glaub ich erst 3 Tage ohne diese ausgehalten. Aber der Optimismus hat sich ausgezahlt, die versprochenen 20° denk ich haben wir erreicht. Vielleicht geht's diese Nacht auch mal ohne Heizung?! :-) Die frostigen Temperaturen sind aber nicht normal hier. Eigentlich wird es so ab Mai schön und auch warm. Naja, wir werden sehen, was die nächsten Wochen bringen.

Was gibt es sonst neues?
Riccaaaa ist am Mittwoch leider nach Hause geflogen. Das ist echt schade und ich vermisse sie hier. Es war schon eine tolle Zeit und wir haben viel unternommen. Jetzt kommt mir das Haus schon sehr leer vor.
Letzten Sonntag ist die Nicola wieder von der Ranch zurück gekommen und wird voraussichtlich in Vancouver bleiben. Das freut mich natürlich sehr. Zur Zeit ist sie noch mit Fabianne auf Vancouver Island um sich zu erholen. Recht hat sie!

Am Freitag war ich mit einigen meiner Arbeitskollegen koreanisch essen. MMMh das war lecker. Und wir hatten a murds Gaudi :-)

Bei dem Sommer Chor singe ich jetzt fix mit. Das geht sich perfekt aus, da das Konzert am 23.8. sein wird. Und wir studieren die Markuspassion auf Deutsch ein. Es ist so lustig, wie sich die Kanadier damit abplagen. :-) Zumindest mit dem Text werd ich keine Probleme haben, aber musikalisch ist das schon eine Herausforderung. Freu mich aber über diese tolle Gelegenheit in einem großen Chor mit Orchester singen zu können. Wird bestimmt genial!

Jetzt sind es nicht einmal mehr 2 Wochen bis meine Family zu Besuch kommt. Ich kanns schon kaum mehr erwarten. Freu mich schon sehr sie wiederzusehen. Und bin auch echt gespannt auf die Rocky Mountains. Bis dorthin muss ich aber noch einiges erledigen, planen und einkaufen. Schön langsam krieg ich auch den Stress, dass sich noch alles ausgeht.

Dienstag, 3. Juni 2008

Simple Gifts Choir

Heute war das letzte von 3 Konzerten mit dem Chor, womit die Saison für heuer auch schon wieder beendet ist. Das ist sehr schade, denn es hat mir großen Spaß gemacht in diesem Chor zu singen. Die Leute sind so nett und haben mich von Anfang an sehr gut aufgenommen.
Die Konzerte waren ein großer Erfolg. Wir haben 2 mal in einem Altersheim gesungen und unser "großes" Konzert war in einer Kirche. Das Publikum und auch wir waren begeistert von unserer Leistung. Einige Stücke waren eine ziemliche Herausforderung, aber unsere wirklich tolle Chorleiterin hat es geschafft sie uns beizubringen. (Ein paar der Songs werden wir ja vielleicht mit Infintio mal zum Besten geben?)

Von einer Kollegin werde ich auch Fotos und eventuell Videos vom Konzert bekommen. Sobald ich die habe, werde ich sie euch weiterleiten!

Zum Abschluss sind wir dann noch etwas Trinken gegangen und da habe ich von einer weiteren tollen Möglichkeit erfahren. Es gibt einen Sommer Chor, der von Juni bis August ein klassisches Stück einstudiert und dann dem Publikum präsentiert. Das heurige Stück ist angeblich die Matthäus Passion von J.S. Bach. Und die ist meines Wissens nach sogar auf deutsch?! Ich denke diese Möglichkeit werde ich mir nicht entgehen lassen und wenn es sich terminlich ausgeht, dass ich beim Konzert dabei sein kann, dann ist es mit meiner Musikkarriere in Vancouver doch noch nicht vorbei.

Das heißt allerdings, wobei das eh schon länger feststeht ich habs nur noch nicht offiziell verkündet, dass ich doch nicht auf die Ranch gehen werde. Aus vielen verschiedenen Gründen. Mittlerweile gibt es halt schon zu viel, das mich hier in Vancouver hält, wer hätte das gedacht :-)

Freitag, 16. Mai 2008

Musikalische Highlights

Ich hatte das Glück mittlerweile 2 großartige Konzerte hören zu können. Das erste ist schon eine Weile her. Da war ich mit der Nicola bei einem Symphonic Concert, bei dem einer ihrer Arbeitskollegen von White Spot mitgespielt hat. Das war ein richtiges klassisches Konzert, wie man es sich vorstellt. Und es hat uns beiden wirklich gut gefallen.


Das zweite war ein Gospel Konzert, bei dem ich mit der Rike war. Eine sehr junge Gruppe, die aber ziemlich talentiert ist, hat da gespielt. Hab mir dann sogar die CD gekauft :-) Die meisten Lieder haben sie nämlich selbst geschrieben!

Und so klingt es: http://www.youtube.com/watch?v=MYdcD4ttQUg&feature=related

Was ich noch immer nicht erzählt habe...

... ist, dass ich ja schon ziemlich lang einen sehr coolen Job habe, um mir meine Brötchen zu verdienen. Ich arbeite bei Blenz Coffee, eine kanadische Coffee-shop Kette, in der Public Library in Downtown. Meine Arbeitskollegen sind super nett und wir haben jede Menge Spaß beim Arbeiten. Nebenbei habe ich auch gelernt richtig guten Kaffee zu machen. Ab und zu gelingt mir dann sogar die Coffee-art. Hier gibt es nämlich nicht langweiligen Kaffee-Latte in 3 Schichten, wie daheim, sondern mit Herzerl und Blumenmuster aus Milchschaum. Sehr cool!


Positiv ist auch, dass ich so viel Kaffe und Tee trinken kann, wie ich will. :-) Und dieser hat hier auch ziemlich gute Qualität, verglichen mit dem, was man hier sonst bekommt. Und ab und zu fallen auch ein paar Pastries oder Sandwiches für die Mitarbeiter ab.

Das Gebäude in dem wir arbeiten sieht von außen aus, wie das Kolosseum in Rom, echt eine angenehme Kulisse. Alle meine Besucher werden natürlich auch mal dorthin geschleppt um den best Matcha-Latte in town zu probieren. Was das genau ist bleibt mein Geheimnis bis dorthin.

Mein nametag habe ich mittlerweile auch gepimpt. Nachdem ich von jedem 2. customer gefragt werde, woher ich komme (ja, mein Akzent verrät mich immer wieder) habe ich mich dazu entschlossen eine Österreichfahne neben meinen Namen zu malen. :-)

Sonntag, 27. April 2008

Alles neu macht der... April

Einiges hat sich geändert. Nicola ist mittlerweile schon auf der Ranch und Annika wieder daheim in Deutschland. Dafür haben wir in Rhodora's WG wieder Zuwachs bekommen. Sebastian und Benjamin aus Deutschland wohnen jetzt im Steiermark Zimmer (in dem Nicola und ich zuerst waren).

Nick aus Australien (ja Australien, das mit den Kängurus - nicht zu verwechseln mit Austria, das mit den hübschen Mädels) schläft auf dem Bunkbett. Ist schon ziemlich anders als davor, aber trotzdem ganz ok.


Seit Mai habe ich auch ein Zimmer für mich allein, das gefällt mir sehr gut. Es ist zwar etwas finster und kalt, aber dafür recht groß. Tut gut mal einfach die Tür hinter allem zumachen zu können.

Ansonsten ist alles beim Alten. Außer, dass uns Rhodora immer wieder schockiert, weil sie ein neues Haus gefunden hat und wir bald umziehen müssen. Am nächsten Tag dann meistens doch nicht mehr, aber wer weiß, vielleicht ist es bald ernst damit. Ich hoff, dass sie sich doch bis Ende August damit Zeit lässt, dann bin ich schon wieder daheim.
Zum Chor gehe ich immer noch regelmäßig. Jetzt steht unser großes Sommer Konzert bevor. Bin schon gespannt wie das wird. Obwohl wir ein Amateur-Chor sind, klingen die meisten Lieder sehr harmonisch. Besser als ich gedacht habe. Und bei der letzten Probe hat Ieva auch uns Sopräne besonders gelobt und gemeint, dass sie noch nie so gute Sopräne im Chor hatte :-) Das hat uns natürlich sehr gefreut.

John Hendry Park

Das schöne Wetter, immer noch kühl aber dafür sonnig, haben Rike und ich genutzt um uns einen großen Park anzusehen. Dieser liegt mitten in der Stadt, direkt an einer Skytrain Station und hat sogar einen See in der Mitte. Wirklich idyllisch, wenn nicht die ersten Mücken schon aus dem Winterschlaf erwacht wären.


Und schaut mal, was ich da gefunden habe!!!:

Das ist der Austria-Plaza in Vancouver.

IMAX

Am Sonntag waren wir im IMAX und haben uns die Wale und Delfine aus der Nähe angeschaut. Dieses befindet sich direkt am Canada Place und wir hatten das Glück davor noch einem Kreuzfahrtschiff beim Ablegen zusehen zu können. Echt faszinierend, was sich hier alles mitten in der Stadt abspielt!


Samstag, 26. April 2008

San Francisco (1)

Nachdem ich jetzt so lange nichts von mir hören gelassen habe, bekommt ihr eine Menge an Fotos und Berichten nachgeliefert. Dann werdet ihr verstehen, warum ich keine Zeit hatte um zu schreiben.
Von 22 bis 26 April war ich mit der Friederike in San Francisco. Die Stadt lässt sich am Besten mit einem Wort zu beschreiben: WOW. Wenn ich ehrlich bin hätte ich nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde. Vom ersten Tag an waren wir beide mehr als begeistert. Jede/r der/die schon mal dort war, wird es nachvollziehen können. Es ist schwer die tollen Eindrücke in Worte zu fassen. Zum Glück kann ich euch auch ein paar Bilder zeigen (wir haben über 500 geknipst :-)

Tag 1

Voller Freude und Spannung warten wir auf den Abflug. Und zwei Stunden später sind wir schon im sonnigen Kalifornien gelandet (den Gouvernator habe ich aber nicht gesehen :-).



Nachdem wir im Youthhostel eingecheckt hatten, machten wir und auf den Weg um die Stadt näher zu erkunden. Und das erste, das ich entdeckt habe, war eine Verbindung in die Heimat :-)

Die Fahrt mit dem Cable-Car ist ein Abenteuer, da die Straßen wirklich steil bergauf und bergab gehen. Diese "Straßenbahnen" funktionieren noch 100% mechanisch und die Männer, die sie fahren müssen auch ziemlich stark und reaktionsschnell sein. Angeblich schaffen nur 1/3 der Bewerbung die Aufnahme. Während der Fahrt erhält man auch eine Führung durch die Straßen: "dort ist Chinatown, da ist die Lombardstreet und hier sehen Sie das Cable-Car Museum, Eintritt ist frei von 9:00-5:00." Wir haben auch gelernt, dass die Bucht um San Francisco sehr seicht ist und die Schiffe nur in Kanälen fahren können. Außerdem ist das Wasser sehr kalt und die Menschen, die von der Brücke springen ertrinken nicht, sondern erfrieren.

Besonders interessant ist auch, wie die Cable Cars an den Endstationen umgedreht werden.

Der Vorteil dieser Sehenswürdikeit ist, dass sie einen auch gut von A nach B bringt und so sind wir nach 30 Minuten Fahrt beim Hyde Street Pier nahe des Fisherman's Wharf angelangt. Und dort sahen wir SIE zum ersten mal: die Golden Gate Bridge. Bis dorthin haben wir uns gefragt, wie eine Brücke ein Wahrzeichen werden konnte. Hat man sie aber einmal live gesehen, kann man es sehr gut verstehen. Die Brücke war sicher eines der beeinruckendsten Dinge, die wir auf unserer Reise gesehen haben.

Wir spazierten am Pier und der Bucht entlang bis zum Fort Mason.

Wendet man sich am Pier nach rechts, dann erblickt man die Gefängnisinsel Alcatraz, auf der von 1934 bis 1963 die gefährlichsten Verbrecher eingeperrt waren, darunter Al Capone.


Noch einmal fuhren wir mit dem Cable Car bis zur Lombard Street, die ein Gefälle von 27% hat. Deshalb wurden einfach Kurven gebaut, was diese Straße so berühmt gemacht hat. Schaut echt lustig aus, wie die Autos da runterfahren.

Die steilen Straßen hielten uns nicht davon ab die Stadt zu Fuß weiter zu erkunden. Wir wollten uns auch eine Kirche ansehen und steuerten zielstrebig auf St. Peter und Paul zu, da die Türme sehr vielversprechend zwischen den Häusern durchblickten. Dort angekommen waren wir aber enttäuscht, 1. war die Kirche zu und 2. war das ein Reihenhaus und keine Kirche.

Weiter kamen wir am Broadway vobei bis nach Downtown, wo die berühmte Transamerica Pyramid zu finden ist. Diese Gebäude sieht man von vielen Punkten der Stadt aus und es fällt dank seiner Architektur auch immer gleich ins Auge.


Bei der Feuerwehrstation konnte ich auch nicht vorbei gehen ohne ein Foto zu machen. Ich hoffe es gefällt dir auch, Thomas :-)


Am abend gingen wir in ein Lokal, das bodenständige deutsche Küche hatte. Mmmh war das lecker, wie haben wir das vermisst. Sogar die Speisekarte war dort auf deutsch und es gab ua. Apfelsaft (pardon Apfelschorle), Käsespätzle und Bratwurst mit Sauerkraut.

Danach gönnten wir uns noch einen Cocktail im Martuni's (neben Livemusik) bevor wir ziemlich erschöpft ins Bett fielen.


San Francisco (2)

Tag 2

Die Stadt San Francisco wurde übringens nach dem Hl. Franz von Assisi benannt. In der ganzen Stadt spürt man sehr stark den südländischen Einfluss und kommt sich manchmal wie in Spanien, Italien oder Mexico vor.


Ganz in der nähe von unserem Hostel befindet sich die City Hall (das Rauthaus) con San Francisco. Ein sehr prunkvolles Gebäude, der Architekt hat nicht damit gerechnet, die Ausschreibung zu gewinnen :-)

Das Gebäude sieht übrigens auch in der Nacht sehr gut aus.


Am zweiten Tag fuhren wir wieder zum Fisherman's Wharf um uns dort Fahrräder auszuleihen. Mit diesen wollten wir über die Golden Gate Bridge und durch die Stadt fahren.


Genau über der Brücke hingen zwar ganz schwarze Regenwolken, aber wir gaben nicht auf und radelten dennoch los.



Und siehe da, nachdem wir eine Zeitlang durch den Nieselregen gefahren sind, kam ganz unerwartet die Sonne raus. Je länger wir fuhren umso besser wurde das Wetter.


Als wir dann die Brücke überquerten, war es richtig schön. Blauer Himmel, Sonnenschein... herrlich. Besonders interessant fande ich die Schilder, die dort montiert waren. (Wär interessant, ob jemand auch den Anruf macht.)

Auf der anderen Seite der Brücke, nach einer tollen Abfahrt erwartete uns das romatische Städtchen Sausalito. Ein Ort zum Urlaub machen, mit genialem Blick auf San Francisco.


Nachdem wir uns mit Kaffee gestärkt hatten, mussten wir zurück den ganzen steilen Berg wieder hinauf fahren. Puh, das war echt ganz schön anstrengend. Wir können stolz auf uns sein :-) Und der Blick auf die Brücke war die ganze Mühe wert. Soo beeindruckend.


Auf dem Weg zurück zum Fahrradverleih kamen wir noch beim Palace of fine arts vorbei, das sehr an griechische oder römische Gebäude erinnert. Zwischen den Säulen lässt es sich sehr schön prominieren.



San Francisco (3)

Tag 3

Zu jedem San Francisco Besuch gehört natürlich auch die Besichtigung von Alcatraz. Wir nahmen die erste Fähre und verbrachten den ganzen Vormittag auf der Insel. Neben einem Hochsicherheitsgefängis waren dort auch mal ein Militärfort untergebracht und die First Nations belagerten Alcatraz um für ihre Rechte zu kämpfen. Jetzt ist es eine der bekanntesten Touristenattraktionen San Francisco's und gehört zu den Golden Gate Nationalparks.

Die Audio Führung durch das Gefängins ist wirklich sehr beeindruckend. Man hört die Stimmen der Wärter und ehemaliger Gefangener und durch die nachgespielten Gefängis-Geräusche fühlt man sich wie mitten drinnen, wenn man durch die Gänge und Zellen marschiert. Höchste Sicherheit und minimalste Privilegien erwarteten die Gefangenen dort. "If you break the law, you are send to prison. If you break the prison law, you are send to Alcatraz".

Als Überraschung erwartete uns dann im Souveniershop noch ein ehemaliger Gefangener in live. Er signierte sein Buch, das er über Alcatraz geschrieben hat.

Wieder auf dem Festland zurück nahmen wir als nächstes den Coit Tower in Angriff. Dazu mussten wir zuerst den Telegraph Hill erklimmen und konnten dann mit einem uralten Lift auf den Turm fahren.

Dieser zu Ehren der Feuerwehrleute errichtete Aussichtsturm bietet einen genialen Blick aus der Vogelperspelktive auf die Stadt.

Bay Bridge und Port of San Francisco


Downtown

Lombard Street

Rike am Coit Tower


Golden Gate Bridge, Fisherman's Wharf, Alcatraz und Viktorianische Häuser

Unser nächstes Ziel war der Golden Gate Park, einer der größten innerstädtischen Parks. Anhand seiner rechteckigen Form erkennt man auch, dass er angelegt worden war.

Golden Gate Park (u.a.) vom Flugzeug aus

Samurai? Sushikoch?? oder doch nur Workout???

Baseball

Japanese Tea Garden (inkl. Hochzeitspaar)


Das westliche Ende des Golden Gate Parks befindet sich direkt am Pazifik. Der Strand dort war, wie so Vieles, überwältigend und wir konnten einen wunderbaren Sonnenuntergang genießen.

Cliff-house und Seal's Rocks

Diese Kite-cars muss ich auch mal ausprobieren!


Yeah!

Am Schluss machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Holland und besichtigten eine Windmühle. (In dieser Stadt gibt's echt alles!)