Mittwoch, 30. Januar 2008

Las Vegas (2)

Tag 3

Unser Hotel lag genau unter der Einflugschneise der Flugzeuge, da sich der Flughafen mitten in der Stadt befindet. Tag und Nacht konnte man ständig 4-5 Flugzeuge hintereinander sehen, die sich gerade auf die Landung vorbereiteten. Ein Zugang wie auf der Tangente montags um 8!


Den Samstag nutzen wir um einen größeren Ausflug zu machen und fuhren zur Valley of Fire und in den Zion Nationalpark. Die Valley of Fire besteht, ähnlich dem Red Rock Canyon, aus Sandsteinfelsen, die durch verschiedenste chemische und physikalische Prozesse diese typische rote Farbe erhalten haben. Es ist schon faszinierend was die Natur alles zustande bringt, denn diese roten Felsen sind mitten in einer Wüstenlandschaft zu finden, fast so als hätte sie jemand ganz bewusst dorthingesetzt.










Auch die Indianer haben diesen besondern Ort schon gekannt, man kann ihre Schriftzeichen bewundern, während man zu einer Stelle geht, an der sich nach einem Regen für mehrere Monate das Wasser hält. (Wobei ich mir nicht sicher bin ob die Zeichen wirklich original sind :-).







Die Sonne ist dort trotz Winter schon sehr stark. Ich möchte nicht wissen, wie das dann im Sommer ist.


Den Zion Nationalpark erreichten wir nach ca. 3 Stunden Fahrt und dort sahen wir zum ersten Mal wieder Bäume, sonst findet man ja nur ein paar Kakteen und vertrocknete Sträucher. Das ist schon sehr seltsam. Ich stellte mir immer wieder die Frage, wieso man ganze Städte mitten in die Wüste baut, wahrscheinlich weil der Baugrund so günstig ist :-) Dennoch hat man beim Anblick der Häuser, Dörfer und Städte den Eindruck, das wäre alles nur provisorisch und nicht so ganz ernst gemeint gebaut.

Der Nationalpark war sehr beeindruckend, vor allem die Mischung aus Felsen, rotem Sand, Schnee, Kakteen und dem Gebirgsbach. Die Luft war sehr angenehm frisch, es ist sicher schön dort wandern zu gehen, aber dafür hatten wir leider keine Zeit. Wir gingen nur eine kleine Runde bis zum Fluss und gönnten uns dann ein sehr gutes Abendessen in der Zion Lodge.






Nachdem die Sonne unter gegangen war fuhren wir wieder zurück. Wir hatten ja noch eine lange Fahrt vor uns. Ca. 200km entfernt war dann auf einmal ein Lichtschein am Horizont zu erkennen, die Sonne war aber werder am Auf- noch Untergehen, sondern man sah das Licht, das von den Neonbeleuchtungen von Las Vegas ausging. Schon ein Wahnsinn, was da an Energie benötigt wird.



Tag 4

Am Sonntag wurden wir von Wind und Regen aufgeweckt, das ist ziemlich selten in Las Vegas aber wir schaffen es, dass es überall regnet, wo wir hinfahren. Am Vormittag fuhren wir wieder in die Stadt um Karten für eine Cirque Du Soleil Vorstellung zu kaufen, die wir uns am abend ansahen. Danach besichtigten wir die M&Ms World und Coca Cola.







Natürlich ist auch das Hard Rock Cafe ein Pflichtprogramm. Gutes Essen, gute Musik und shopping!





Tag 5

Am Montag mussten wir schon wieder die Rückreise antreten. Kurz vor Abflug konnte ich noch einen Regenbogen festhalten.


Am Flughafen kamen wir ziemlich in Zeitnot, da die Eincheck-Automaten unsere Reisepässe nicht lesen konnten und die "nette" Amerikanerin sich ziemlich viel Zeit ließ. Außerdem war sie sowas von unfreundlich, da waren wir echt froh aus diesem verrückten Land rauszukommen. Natürlich hat sie uns im Flugzeug auseinandergesetzt und unseren Koffer leider "vergessen" mitzuschicken. Naja, dafür mussten wir ihn nicht vom Flughafen bis ins Haus schleppen. In San Francisco verpassten wir fast unseren Anschlussflug, weil wir wieder lange auf ein freies Gate warten mussten, deshalb konnte ich leider kein Foto machen.

Höher, besser, schneller, lauter, heller, blinkender, lauter, auffallender, schillernder, mehr, mehr mehr - das ist das Motto von Las Vegas. Mein Fazit: eine schillernede Stadt, die versucht mit Pomp und Trara Eindruck zu schinden. Der Versuch das, was an anderen Orten schon verhanden ist zu kopieren, funktioniert zwar auf den ersten Blick, aber sobald man hinter die Kulissen blickt, sieht man, dass hinter der Maske nichts vorhanden ist. Eine leere Hülle, Schall und Rauch. Las Vegas ist eine Stadt, die niemals schläft und in der man auch niemals zur Ruhe kommt. Wenn man dann noch beachtet dass das einizige Grün auf den künstlich angelegten Golfplätzen zu finden ist, kann man sich vorstellen, welche Lebensqualität die Menschen dort haben. Dennoch ist es sehr interessant und sehenswert, man hat das Gefühl die Realität für kurze Zeit hinter sich lassen zu können.

Das Schönste an Las Vegas war für mich, dass ich den Papa wieder gesehen habe!

Und das schönste an der US Flagge sind - hier darf ich Österreichs einzigen SUPERSTAR zitieren - "Die rot weiß roten Streifen".

1 Kommentar:

Marianne hat gesagt…

....tag 3, 4, 5...ebenso eindurcksvoll! Sich eine schrille Stadt wie diese mal anzuschaun is bestimmt spannend, aber wie du sagst kann ich mir auch nicht vorstellen in so einer "Hülle" wo nicht mal eine Sonnenblume oder ein einziges Gänseblümchen am Golfplatz wächst, glücklich zu sein! Sozialarbeiterisch aber bestimmt höchst interessant, viel gibts da ein neues Phänomen, dass bis Europa no garnet durchgedrungen is, wer weiss?!
Während du Las Vegas genossen hast, habn wir am BBB getanzt, zu Egon7 geshaked und mehrmals auf Dich angestossen! (Hoff du hast net zu viel Schnacker-Stossen ghabt!)
Hoff wir hörn uns bald wieder, ganz lg aus dem idyllischen Gratkorner-Lande!
Marianne