Mittwoch, 30. Januar 2008

Las Vegas (1)

Tag 1

Von 24.-28.01 nutzten wir die einmalige Chance um die schillernde Stadt näher kennen zu lernen. Um 4:45 verließen wir unser Haus, das mittlerweile schon ein sehr gemütliches zu Hause für uns geworden ist und fuhren mit dem Bus zum Flughafen. Dort angekommen mussten wir zu einem eigenen Terminal, der nur für Reisen in die USA gebaut wurde. Dieser lag sehr abgeschieden von allen anderen Terminals, wahrscheinlich um jeden Kontakt mit Fremdem(n) zu vermeiden.

Um ins Flugzeug zu gelangen mussten wir erst einmal ca. 150 Formulare ausfüllen, dann wieder zurück, weil noch ein Formular gefehlt hat und nach Fingerabdrücken, Augenscan und der 50. Passkontrolle konnten wir endlich einsteigen. Die Spannung stieg, denn wir wussten, dass wir in Los Angeles nur 45min Zeit hatten um umzusteigen. Und kalt war es diesem Flieger, wahrscheinlich haben die Amis die Heizung mit der Klimaanlange verwechselt!



In LA kamen wir zum Glück rechtzeitig an und konnten noch einen Blick aus dem Fenster werfen, bevor es weiter ging.



Pünktlich um 12:00 landeten wir dann in der Wüste Nevadas und das war das erste, das wir beim Aussteigen am Gate zu sehen bekamen:


Ich war doch überrascht, obwohl man damit eigentlich hätte rechnen müssen. Also hier hat man als Schuldnerberater sicher net zuwenig Arbeit, wobei die Möglichkeiten zur Schuldenregulierung dann auch eher begrenzt sind.

Draußen erwartete uns schon mein Papa und wir fuhren mit seinem Mietwagen, ein Chrysler Sebring Cabrio, ins Hotel. Am Abend fuhren wir dann auf den Strip, die berühmte Straße am Las Vegas Boulevard, an der alle bekannten Hotels zu finden sind. Im Hintergund seht ihr die Achterbahn, mit der wir gleich zu Beginn gefahren sind. Ich musste feststellen, dass ich nicht mehr so mutig bin, wie mit 13, aber nachdem wir nicht mehr aus konnten und den ersten Schock überstanden hatten, war es doch sehr lustig. Diese Achterbahn führt um und durch das Hotel New York New York und ist gar nicht so leicht zu finden (so wie so ziemlich alles in Las Vegas).




Beim Hotel Treasure Island verfolgten wir die Piraten-Show, sehr spektakulär mit vielen Special- Effecten, inhaltlich aber weniger aufregend.


Es ist schon sehr beeindruckend durch diese Straße zu spazieren, man sieht viele europäische Städte, die als Hotel nachgebaut wurden zB Paris mit dem Eiffelturm oder Venedig mit den Gondeln. Vor dem Mirage ist ein Vulkan aufgebaut, der sogar alle halben Stunden ausbricht. Das Wasser sieht ja sehr hübsch aus, da es aber nach Chlor stinkt ist es weniger idyllisch.




Nach dem Spektakel aßen wir in einem italienischen Lokal genannt Trevi. Das liegt im Caesars Palace, einem indoor Einkaufszentrum, das durch seine Gestaltung aber wie ein outdoor wirkt (man hat fast das Gefühl durch Roms Straßen zu spazieren, die Decke ist mit einem blauen Himmel mit Schäfchenwolken bemalen). Der Brunnen an dem Platz war zwar schön anzuschauen, aber das Wassergeplätscher war so laut, dass man sich gar nicht unterhalten konnte. Auf dem Weg zum Auto liefen wir 15 min im Kreis, bis wir wieder beim Lokal angelangt waren. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand es schafft, die Orientierung so durcheinander zu bringen, aber in dieser Stadt ist ja bekanntlich alles möglich.

Tag 2

Am Freitag fuhren Nicola und ich, da der Papa im Kurs war, mit dem schnittigen Cabrio in den Red Rock Canyon. Nachdem wir die falsche Ausfahrt genommen hatten (die Richtungsschilder kann man nämlich genau dann lesen, wenn man sich bereits falsch eingereiht hat und nicht mehr anders fahren kann) dauerte es etwas länger, aber schließlich fanden wir doch den Weg. Am Eingang begrüßte uns ein netter älterer Herr und wir wollten wir Visa oder Mastercard bezahlen, aber leider nahm er nur Bargeld. Mit unseren CAN$ hatte er auch keine Freude deshalb ließ er uns gratis durchfahren, voll nett!! ;-)




Obwohl der Canyon ein Touristen-Ziel ist, rund um die Stadt gibt es ja außer Wüste sonst nicht viel, ist es sehr angenehm dem ganzen Trubel zu entkommen und ein bisschen Natur zu genießen.





Auf dem Rückweg kamen wir zufällig an einer Ranch vorbei, die im Stil einer Westernstadt gebaut wurde. Dort gab es viele Viecher und lustige Schilder zu sehen. Für alle Westernfans (gell Sandra ;-) ein Genuß).





Am abend fuhren wir wieder gemeinsam mit dem Papa in die Stadt und sahen uns das größte Aquarium Las Vegas' sowie eine Zirkusaufführung an. Shows ohne Ende, rel. günstiges Essen und jede Menge Attraktionen werden geboten um möglichst viele Menschen in die Stadt zu locken und auch dort zu halten, damit diese dann möglichst viel Geld verspielen. Sozialarbeiterisch (und auch wirtschaftlich) sehr interessant!


Suchbild: Wer findet das Fotomotiv?


Die MGM Löwen


Zum Glück wohnten wir nicht im Hotel Monte Carlo, dort brach nämlich ein Brand aus und alle Zimmer mussten evakuiert werden. Verletzt wurde zum Glück niemand, aber man konnte die Vergänglichkeit dieser Bauwerke spüren. Innerhalb weniger Stunden könnte alles in Schutt und Asche liegen. Die Feuerwehr hat aber gute Arbeit geleistet. (Ich hab die "schöne" Seite fotografiert.)

1 Kommentar:

Marianne hat gesagt…

Ehm....jaaa, wow...ähhhhh...NEIDDDD!!!!! Stürz mich gleich auf Tag2!
Ps: Dachte schon unser Golf in Irland war ein heisses Eisen!